• Kategorien

  • Archive

  • Neue Kommentare

    • Schlagwörter

    • Sites

    • Meta

    • « | Home | »

      Alzheimer: Neuer Biomarker ermöglicht genauere Diagnose

      Von Gesundheits-News | Juli 4, 2011

      Alzheimer macht mit etwa 70 Prozent die häufigste Form von Demenzerkrankungen aus. Alleine in Deutschland sind schätzungsweise eine Million Menschen an Morbus Alzheimer erkrankt. Mit der steigenden Lebenserwartung steigen auch die Demenzerkrankungen: Experten schätzen, dass sich die Zahl der Alzheimer-Patienten bis zum Jahre 2050 von einer Million auf zwei Millionen verdoppeln wird. Nun haben Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie am Klinikum rechts der Isar in München einen neuen Biomarker entdeckt, der genauere Prognosen über den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung zulässt. Sie fanden heraus, dass „lösliches Amyloidvorläuferprotein beta“ einen besseren Einblick in die zentralen Ablaufprozesse gewährt. Die Mediziner untersuchten für ihre Studie 58 Patienten, die alle unter einer leichten kognitiven Störung litten und entnahmen bei einer Punktion im Lendenwirbelbereich eine Probe des Nervenwassers, des sog. „Liquor cerebrospinalis“. Diese Proben verglichen die Wissenschaftler mit Liquorproben von 16 Patienten, die an einer frontotemporalen Demenz litten. Eine frontotemporale Demenz ist im Gegensatz zu einer Demenz vom Typ Alzheimer nicht durch Vergesslichkeit gekennzeichnet und beruht auf einer andersartigen Schädigung des Nervengewebes. Die Teilnehmer der Gruppe, die die leichten kognitiven Störungen hatten, wurden über drei Jahre lang begleitet. In dieser Zeit wurden bei 21 von Ihnen eine Alzheimer-Erkrankungen diagnostiziert, 27 weitere Studienteilnehmer litten weiterhin an den kognitiven Störungen, bei acht konnte keine geistige Einschränkung festgestellt werden. Zwei Studienteilnehmer hatten eine frontotemporale Demenz entwickelt und mussten so aus der Studie ausscheiden.


      Die Wissenschaftler maßen im Liquor von allen Studienteilnehmern die Konzentration der Eiweiße, die mit Alzheimer in Zusammenhang gebracht werden. Dabei fanden sie bei den Probanden, die später Alzheimer entwickelten, eine viel höhere Konzentration des Eiweißes „lösliches Amyloidvorläuferprotein beta“ (engl. soluble amyloid precursor protein beta oder sAPPβ) als bei den Teilnehmern, die keine Verschlechterung ihrer geistigen Fähigkeiten hinnehmen mussten. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sAPPβ somit eine frühere Diagnose von Morbus Alzheimer ermöglicht und auch dem bisher bekannten Biomarker Aß1-42 überlegen sein könnte. Die Münchener Mediziner vermuten, dass die Überlegenheit von sAPPß gegenüber Aß1-42 darin begründet sein könnte, dass Aß1-42 nur ein indirektes Maß für den für die Ablagerung der Alzheimer-Plaques verantwortlichen Kernprozesses ist.
      Informieren Sie sich: Alzheimer: Ursachen, Diagnose, Therapiemöglichkeiten

      Kategorien: 50+, Allgemein, Alzheimer und Demenz, Krankheiten, Vorsorge, Wissenschaft | Kommentare deaktiviert für Alzheimer: Neuer Biomarker ermöglicht genauere Diagnose

      Comments are closed.