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      Beitragsbemessungsgrenzen für 2012

      Von Gesundheits-News | September 19, 2011

      Jedes Jahr gibt das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales die Beitragsbemessungsgrenzen ( BBG ) bekannt (siehe dazu § 257 Abs. 2a SGB V). Ermittelt wird die Beitragsbemessungsgrenze durch einen Vergleich des durchschnittlichen Einkommens aus abhängiger Beschäftigung im vorausgegangenen Jahr mit den entsprechenden Kennzahlen aus dem vorletzten Jahr (§68 Abs.2 S.1 und Anlage 1 SGB VI). Je nach Entwicklung dieser Zahl entstehen daraus höhere oder niedrigere Beitragsbemessungsgrenzen. Die Beitragsbemessungsgrenze 2012 steigt im Vergleich zur BBG 2011, da auch das durchschnittliche Realeinkommen gestiegen ist.

      Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, wer von der Versicherungspflicht betroffen ist und wer sich freiwillig versichern kann. Anhand der Beitragsbemessungsgrenze werden auch die Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherungsbeiträge, je nach derzeit gültigem Prozentsatz, berechnet.
      Wer mit seinem Gehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, wird vom Staat unterstützt, indem dieser die Kosten hierfür übernimmt. Sollte man mit seinem Einkommen jedoch oberhalb der Grenze liegen, so wird nur das Gehalt bis dorthin berücksichtigt, alles darüber hinaus wird nicht mit berechnet.

      Beitragsbemessungsgrenze 2012

      Für 2012 rechnet das Bundessozialministerium mit höheren Einnahmen. Dadurch sollen auch die Rechengrößen für die Beitragsbemessungsgrenzen zur Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung, aber auch für die Versicherungspflicht geändert werden.


      Die Löhne stiegen in 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2,09% im Westen und um 1,97% im Osten Deutschlands. Die darauf basierende neue Rechengrößen-Verordnung für 2012 soll im Herbst des Jahres im Kabinett verabschiedet werden.

      Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung

      Laut einigen Quellen soll die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung 2012 von bisher 3712,50 Euro auf 3825,00 Euro angehoben werden. Gesetzlich Versicherte und freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müssen sich dadurch auf höhere Beiträge zur GKV gefasst machen. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich daraus ein Arbeitsendgeld von 45.900 Euro statt der bisherigen 44.550 Euro.

      Durch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze wird auch die Höhe der Versicherungspflichtgrenze angehoben. Unter der Versicherungspflichtgrenze versteht man die Einkommensgrenze, bis zu der ein Arbeitgeber gesetzlich versichert sein muss. Verdient er darüber hinaus, so kann er zwischen privater und freiwillig gesetzlicher Krankenversicherung wählen. Die Versicherungspflichtgrenze 2012 respektive die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2012 steigt im Vergleich zu 2011 auf voraussichtlich 50.850 Euro Bruttoeinkommen pro Jahr.

      Beitragsbemessungsgrenzen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung

      Auch die Beitragsbemessungsgrenzen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung werden in 2012 angepasst. In den alten Bundesländern ist eine Erhöhung um monatlich 100 Euro von 5.500 Euro auf 5.600 Euro zu erwarten. Dies wird vermutlich für beide Versicherungen gelten. Laut derzeitigen Angaben werden die Grenzen für Ostdeutschland jedoch unangetastet bleiben.

      Beitragsbemessungsgrenze zur Pflegeversicherung

      Bisher wurden hierfür noch keine neuen Zahlen bekanntgegeben. Zum jetzigen Zeitpunkt kann also davon ausgegangen werden, dass die Beitragsbemessungsgrenze hier unverändert bleibt.

      Auswirkungen der neuen Beitragsbemessungsgrenzen

      Vermutlich wird ein Großteil der Arbeitnehmer und Angestellten in Deutschland die Erhöhung der Grenzen maximal an etwas höheren Krankenkassenbeiträgen spüren. Jedoch ist selbst dies erst ab einem monatlichen Einkommen von über 3712,50 Euro der Fall.

      Besserverdiener werden die Erhöhung eher zu spüren bekommen, erhöhen sich für sie doch in der freiwilligen GKV die Beiträge. Die maximalen Beiträge zur GKV werden von 304,43 auf maximal 313,65 Euro angehoben werden.


      Wer privat krankenversichert ist, erhält ab diesem Zeitpunkt einen höheren Arbeitgeberzuschuss zur PKV. Dieser wird sich nach den bisherigen Angaben und Berechnungen auf maximal 279,23 Euro erhöhen.

      Inwieweit die bisherigen Zahlen und Berechnungen stimmen, wird sich erst zeigen, wenn das Kabinett im Herbst über die neuen Rechengrößen abstimmt.
      Danach wird vermutlich auch das Bundesministerium die neuen Kennzahlen zur Beitragsbemessungsgrenze, Versicherungspflichtgrenze und anderer Sozialversicherungen bekanntgeben.

      Wer darüber nachdenkt, in eine private Krankenversicherung zu wechseln, der sollte diesen Schritt vielleicht noch in 2011 wagen, da mit der steigenden Versicherungspflichtgrenze ein Einstieg in 2012 erschwert werden könnte.

      Kategorien: Geld und Gesundheit, Krankenkassenvergleich, Private Krankenversicherung | Kommentare deaktiviert für Beitragsbemessungsgrenzen für 2012

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