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      Hochstapelei: Falscher Arzt behandelte mehr als 150 Patienten

      Von Gesundheits-News | April 13, 2011

      Seit dieser Woche muss sich ein 27-Jähriger ehemaliger Hauptschüler vor dem Landgericht Stuttgart wegen Hochstapelei verantworten. Ihm wird unter anderem Missbrauch von Titeln, Betrug und Körperverletzung vorgeworfen. Sascha S. hatte sich in „Dr. Schenk“ umgetauft und als Arzt ausgegeben (wir berichteten). Seine Arzt-Lizenz hatte er sich selbst am Computer gebastelt. Damit erhaschte er eine Anstellung als Narkosearzt in der Münchner Paracelsus-Klinik, wo er ahnungslosen Patienten Blut abnahm, Infusionen legte und sogar Narkosemittel gespritzt haben soll. Laut Anklage war die Klinik so sehr mit „Dr. Schenk“ zufrieden, dass ihm eine Festanstellung angeboten wurde. Diese habe er jedoch ablehnen müssen, da ihm die Sozialversicherungsunterlagen fehlten, so der Angeklagte. Daraufhin heuerte er mit einer gefälschten Approbationsurkunde als Notarzt am Hospital zum Heiligen Geist in Horb und beim Roten Kreuz im Rems-Murr–Kreis an. Seine medizinischen Kenntnisse hat er sich laut Anklage als ehrenamtlicher Helfer beim Roten Kreuz angeeignet.

      Für das Gerichtsverfahren sind insgesamt 14 Verhandlungstage angesetzt. Dem Gericht selbst ist der Angeklagte kein Unbekannter: Im Mai 2010 wurde Sascha S. vom Amtsgericht Maulbronn zu acht Monaten Haft verurteilt, da er seine Exfreundin beleidigt, bedroht und mit Sex-Fotos erpresst hatte. Nun droht ihn eine weitere Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

      Kategorien: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Hochstapelei: Falscher Arzt behandelte mehr als 150 Patienten

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