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      Reisekrankheit: So beugen Sie vor

      Von Gesundheits-News | Mai 25, 2010

      Eigentlich soll der lang ersehnte Urlaub zur schönsten Zeit im Jahr werden. Doch für viele Urlauber fangen mit der Reise erst die Probleme an: Sie leiden unter der Reisekrankheit. „Etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung sind besonders betroffen. Aber bis zu 85 Prozent können unter widrigen Voraussetzungen auch mal unter Reisekrankheit leiden”, informiert Dr. Ulrich Klinsing, Vorsitzender des Deutschen Fachverbandes Reisemedizin mit eigener Praxis in Frankfurt am Main. Besonders Kinder und Jugendliche zwischen zwei und fünf Jahren sind am stärksten betroffen. Die Reisekrankheit äußert sich in Übelkeit, Magenproblemen und Erbrechen. Da kann es auf der Autofahrt in den Urlaub schon mal schnell brenzlig werden, wenn der kindliche Magen rebelliert und weit und breit kein Rastplatz in Sicht ist. Doch Reisekrankheit muss nicht sein. Häufig lässt sich die Kinetose, wie die Reisekrankheit unter Medizinern genannt wird, vermeiden. Hier auf www.heute-gesund-leben.de erfahren Sie, wie Sie gesund ans Ziel kommen.
      Die Kinetose kann bei längeren Autofahrten, Bahnfahrten, Schiffsfahrten und auch Flügen auftreten. Frauen leiden stärker unter ihr als Männer. Die Ursache für die Reisekrankheit sitzt im Kopf des Betroffenen. Bei der raschen Fortbewegung bekommt das menschliche Gehirn verwirrende Informationen von Augen, Muskeln und dem Gleichgewichtssystem im Innenohr: Man bewegt sich fort, ohne sich zu bewegen; die Landschaft zieht schnell an einen vorbei. Gelingt es dem Gehirn nicht, diese Botschaften in Einklang zu bringen, drohen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

      Wichtig ist es daher, bei der Fahrt für frische Luft zu sorgen: Das kann ein spaltbreit geöffnetes Fenster genauso gut sein wie mehrere Pausen und etwas Bewegung an der frischen Luft. „Wer für Reisekrankheit anfällig ist, sollte möglichst ständig aus dem Fenster schauen und den Horizont suchen“, erklärt Klinsing. Als Beifahrer die Landkarte zu studieren oder ein Buch zu lesen, erhöht die Gefahr, reisekrank zu werden. Tabu sollten bei Kindern als Mitreisende auch Gespräche über Übelkeit oder die Frage „Ist Dir schon schlecht?“ sein. Für eine gute Atmosphäre sorgen selbst gesungene Lider, Musikkassetten und CDs oder Hörbücher. Auch Spiele wie zum Beispiel Automarken oder Kennzeichen raten, können die gefürchteten Symptome der Reisekrankheit vermeiden. Autofahrer, die Reisekranke chauffieren, sollten kurvenreiche Strecken meiden.
      Wem das Reisen auf den Magen schlägt, dem rät Dr. Ursula Sellerberg, Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apotheken, schon am Abend vor der Abfahrt nur noch leichte Kost zu sich zu nehmen. „Auch während der Reise sind fett- und ballaststoffreiche Mahlzeiten genau wie Durcheinanderessen tabu“, betont Sellerberg.
      Einen guten Rat haben auch die Briten parat, die seit Jahrhunderten als Seeleute gutgelaunt „Rule Britannia“ singend über alle Meere schippern: Ingwer in hohen Dosen oder als Öl dämpft den Brechreiz. Und ein kühler Ingwertee in der Thermosflasche ist viel erfrischender als eine süße, klebrige Limonade. Wer es weniger homöopathisch mag, der findet in Apotheken genügend rezeptfreie Medikamente gegen die Kinetose. Diese Mittel besänftigen die Brechreizrezeptoren im Gehirn. Das sie müde machen, dürfen sie vom Fahrer selbst allerdings nicht eingenommen werden.

      Kategorien: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Reisekrankheit: So beugen Sie vor

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